Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

    Benjamin Seidel – Lichtbogen, Mühlenstr. 3, 49843 Halle (nachfolgend „Anbieter“)

    § 1 Geltungsbereich

    (1) Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen dem Anbieter und seinen Kunden über die Erstellung und den Betrieb von Websites sowie damit zusammenhängende Leistungen (insbesondere Google-Sichtbarkeits- und Bewertungsmanagement).

    (2) Der Anbieter erbringt seine Leistungen ausschließlich gegenüber Unternehmern im Sinne von § 14 BGB, juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtlichen Sondervermögen. Verbraucher im Sinne von § 13 BGB sind nicht Adressaten dieses Angebots; verbraucherschützende Vorschriften, insbesondere ein Widerrufsrecht, finden daher keine Anwendung.

    (3) Abweichende oder entgegenstehende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

    § 2 Leistungen und Pakete

    (1) Der Anbieter erbringt seine Leistungen in Form von Paketen. Der konkrete Leistungsumfang und die Vergütung ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot bzw. der Auftragsbestätigung.

    (2) Paket „Website“: Der Anbieter erstellt für den Kunden eine individuell gestaltete Website und stellt diese auf der Plattform LeadConnector bereit und betreibt sie dort (Hosting). Die Website wird mobil optimiert ausgeliefert und für Suchmaschinen auffindbar gemacht. Das Einwilligungsmanagement (Cookie-Consent) erfolgt über das Tool CCM19. Eine laufende inhaltliche Pflege durch den Anbieter ist nicht geschuldet; der Kunde pflegt Inhalte selbst (§ 6). Der Anbieter steht für technische sowie auf Anforderung erforderliche Anpassungen zur Verfügung.

    (3) Paket „Google-Sichtbarkeit“ (optional, zusätzlich oder als spätere Zubuchung): Einrichtung und Optimierung des Google-Unternehmensprofils des Kunden sowie laufendes Bewertungs- und Sichtbarkeitsmanagement nach Maßgabe von § 11.

    (4) Soweit nicht ausdrücklich vereinbart, schuldet der Anbieter keine bestimmte Platzierung in Suchmaschinen oder Kartendiensten, keine bestimmte Anzahl an Anfragen oder Bewertungen, keinen bestimmten geschäftlichen Erfolg und keine Erstellung oder Pflege der rechtlichen Texte des Kunden (z. B. Impressum, Datenschutzerklärung). Eine Zusicherung vollständiger Rechts- oder Abmahnsicherheit erfolgt nicht.

    § 3 Vertragsschluss

    (1) Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde das Angebot des Anbieters annimmt. Die Annahme erfolgt regelmäßig durch Zahlung über den vom Anbieter bereitgestellten Zahlungslink (FunnelPay/Stripe) einschließlich der dort abgegebenen Bestätigung dieser AGB, der Datenschutzerklärung und des Auftragsverarbeitungsvertrags.

    (2) Die Abwicklung der Zahlung und die Rechnungsstellung erfolgen über den Zahlungsdienstleister FunnelPay (Patrick Mentler, Bönen).

    § 4 Bereitstellung

    Der Anbieter stellt dem Kunden den Zugang zur fertiggestellten Website in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach Zahlungseingang bereit bzw. nimmt die Umstellung auf die Domain des Kunden vor. Geringfügige Abweichungen sind möglich und begründen keinen Mangel.

    § 5 Mitwirkungspflichten des Kunden

    (1) Der Kunde stellt dem Anbieter rechtzeitig die für die Leistungserbringung erforderlichen Inhalte, Materialien und Informationen zur Verfügung (z. B. Texte, Bilder, Logos, Firmendaten) und sorgt für die erforderliche Anpassung der DNS-Einträge bei seinem Domain-Registrar.

    (2) Der Kunde versichert, dass er an den überlassenen Inhalten über die erforderlichen Rechte verfügt und diese nicht gegen Rechte Dritter oder gesetzliche Vorschriften verstoßen.

    (3) Kommt der Kunde seinen Mitwirkungspflichten nicht nach, verlängern sich hiervon abhängige Fristen angemessen.

    § 6 Selbstpflege und Änderungen durch den Kunden

    (1) Der Kunde kann die Inhalte seiner Website (Texte, Bilder, Sektionen) jederzeit selbst bearbeiten. Solche rein inhaltlichen Änderungen sind frei und nicht anzeigepflichtig.

    (2) Bindet der Kunde technische Drittdienste ein oder verändert er technische Funktionen – insbesondere Tracker, Pixel, Heatmaps, Analyse- oder Marketing-Skripte oder eingebettete Dienste Dritter (z. B. Karten, soziale Netzwerke, Videos) –, ist er verpflichtet, dies dem Anbieter vorab anzuzeigen, da die Einwilligungskonfiguration (Cookie-Consent über CCM19) entsprechend angepasst werden muss.

    (3) Für Änderungen, die der Kunde selbst vornimmt, sowie für deren rechtliche Zulässigkeit ist der Kunde verantwortlich. Die Gewährleistung des Anbieters bezieht sich auf den Auslieferungszustand und das vom Anbieter gelieferte Fundament, nicht auf kundenseitige Modifikationen (§ 14).

    § 7 Vergütung und Zahlung

    (1) Die Vergütung ergibt sich aus dem Angebot. Sie setzt sich aus einer einmaligen Einrichtungsgebühr (Setup), fällig bei Beauftragung, sowie einer laufenden monatlichen Vergütung zusammen. Die laufende Vergütung ist im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum fällig.

    (2) Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer.

    (3) Die Zahlung erfolgt über den vom Anbieter bereitgestellten Zahlungslink. Die Rechnungsstellung erfolgt über FunnelPay.

    (4) Gerät der Kunde mit der Zahlung in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, die Leistung nach vorheriger Ankündigung auszusetzen, bis der offene Betrag ausgeglichen ist. Weitergehende gesetzliche Rechte bleiben unberührt.

    (5) Eine Anpassung der laufenden Vergütung ist mit einer Ankündigungsfrist von einem Monat zum Beginn eines neuen Abrechnungszeitraums zulässig; die Erhöhung darf je Anpassung 10 % der bisherigen Vergütung nicht übersteigen. Dem Kunden steht im Fall einer Erhöhung ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Anpassung zu.

    § 8 Laufzeit und Kündigung

    (1) Es besteht keine Mindestlaufzeit. Bei monatlicher Zahlweise kann der Vertrag von beiden Parteien mit einer Frist von einem Monat zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden (Beispiel: Zugang der Kündigung am 15. Juni – Vertragsende am 31. Juli).

    (2) Bei jährlicher Zahlweise beträgt die Vertragslaufzeit zwölf Monate. Der Vertrag verlängert sich automatisch um jeweils weitere zwölf Monate, sofern er nicht mit einer Frist von einem Monat zum Ende der jeweiligen Laufzeit gekündigt wird.

    (3) Die einmalige Einrichtungsgebühr wird im Fall einer Kündigung nicht anteilig erstattet.

    (4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt.

    (5) Kündigungen bedürfen der Textform (z. B. E-Mail).

    § 9 Verantwortlichkeit für Inhalte

    (1) Für die auf der Website sowie im Google-Unternehmensprofil veröffentlichten Inhalte und für die Einhaltung der den Kunden treffenden gesetzlichen Pflichten (insbesondere Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Einwilligung, wettbewerbsrechtliche Vorgaben) ist der Kunde selbst verantwortlich. Der Anbieter liefert die technische Grundlage und erbringt keine Rechtsberatung.

    (2) Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf rechtswidrige vom Kunden bereitgestellte oder freigegebene Inhalte zurückzuführen sind.

    § 10 Datenschutz

    Soweit der Anbieter im Rahmen des Vertrags personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet (z. B. über Kontaktformulare, Terminbuchung, CRM-Funktionen oder das Bewertungsmanagement), schließen die Parteien einen gesonderten Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Der Kunde bleibt insoweit Verantwortlicher im Sinne der DSGVO.

    § 11 Bewertungs- und Sichtbarkeitsmanagement (Paket „Google-Sichtbarkeit“)

    (1) Im Rahmen dieses Pakets richtet der Anbieter das Google-Unternehmensprofil des Kunden ein bzw. optimiert es und unterstützt laufend beim Aufbau und der Pflege von Bewertungen. Hierzu zählen insbesondere die Bereitstellung kundeninitiierter Bewertungslinks/QR-Codes, KI-gestützte Antwortvorschläge, monatliche Beiträge, Monitoring sowie ein Monatsreport.

    (2) Bewertungen werden ausschließlich auf freiwilliger, durch den Endkunden initiierter Basis eingeholt. Eine Vergütung, Belohnung oder sonstige Anreizsetzung für Bewertungen sowie das gezielte Herausfiltern oder Unterdrücken negativer Bewertungen finden nicht statt. Der Kunde verpflichtet sich, das System nicht zu wettbewerbswidrigen Zwecken einzusetzen.

    (3) Von der KI erstellte Antwortvorschläge werden erst nach Freigabe durch den Kunden veröffentlicht. Für veröffentlichte Antworten und Inhalte des Unternehmensprofils ist der Kunde verantwortlich.

    (4) Der Anbieter überwacht eingehende Bewertungen und reagiert auf unzulässige oder offensichtlich gefälschte Bewertungen, etwa durch Meldung an Google. Ein bestimmter Erfolg – insbesondere die Entfernung einer Bewertung – kann nicht zugesichert werden, da die Entscheidung hierüber bei Google liegt.

    § 12 Nutzungsrechte und Vertragsende

    (1) Für die Dauer des Vertrags räumt der Anbieter dem Kunden das Recht ein, die erstellte Website zu nutzen.

    (2) Der Kunde ist berechtigt, die Inhalte seiner Website im Rahmen der technischen Möglichkeiten der Plattform selbst zu exportieren und auf eine andere Umgebung umzuziehen. Eine Migration durch den Anbieter ist nicht geschuldet, der Anbieter wird den Export jedoch im Rahmen des Zumutbaren nicht behindern.

    (3) Das Google-Unternehmensprofil ist und bleibt das Profil des Kunden. Bei Vertragsende entzieht der Anbieter sich lediglich der Verwaltungsrechte; das Profil selbst verbleibt beim Kunden.

    (4) Mit Beendigung des Vertrags endet das Nutzungsrecht an der Website; der Anbieter ist berechtigt, die Website auf der Plattform nach Ablauf einer angemessenen Frist zu deaktivieren und zu löschen. Für die rechtzeitige Sicherung seiner Daten ist der Kunde verantwortlich.

    § 13 Verfügbarkeit

    Der Betrieb der Website erfolgt über die Plattform LeadConnector. Der Anbieter schuldet keine ununterbrochene Verfügbarkeit. Insbesondere Wartungsarbeiten, Störungen der Plattform oder von Drittdiensten (z. B. Google) sowie höhere Gewalt können zu vorübergehenden Einschränkungen führen, die der Anbieter nicht zu vertreten hat.

    § 14 Gewährleistung

    Es gelten die gesetzlichen Vorschriften. Die Gewährleistung bezieht sich auf den Auslieferungszustand der Leistung sowie auf das vom Anbieter gelieferte Fundament, nicht auf nachträgliche Änderungen oder Einbindungen durch den Kunden (§ 6). Mängel sind dem Anbieter in Textform anzuzeigen; der Anbieter ist zunächst zur Nacherfüllung berechtigt.

    § 15 Haftung

    (1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrilässigkeit beruhen.

    (2) Bei der leicht fahrlässigen Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertraut – Kardinalpflicht) ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt, höchstens jedoch auf 5.000 EUR je Schadensfall.

    (3) Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

    (4) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht, soweit der Anbieter einen Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie übernommen hat, sowie für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz.

    § 16 Schlussbestimmungen

    (1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

    (2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist der Sitz des Anbieters, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist (§ 38 ZPO).

    (3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

    (4) Änderungen dieser AGB wird der Anbieter dem Kunden in Textform mitteilen. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten Bedingungen als angenommen; hierauf wird der Anbieter in der Mitteilung gesondert hinweisen.

    Stand: Juni 2026